Das Leben besteht aus Kombinieren und Zusammenstellen. Ob es die Jeans zum Oberteil ist, die Sporthose zu den Laufschuhen oder auch die Couch zum Teppich. Neues zusammenzubringen macht Spaß. Auch beim Essen spielt diese Verbindung eine wichtige Rolle, um den Gesamttagesbedarf an Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten, wie auch den sogenannten Spurenelementen zu decken.

Ananas und Papaya zum Beispiel passen nicht nur hervorragend geschmacklich zusammen. Sie gehören auch zu den kalorienarmen Obstvarianten, da sie über einen niedrigen Fruktose-(Fruchtzucker-) Anteil verfügen. Allerdings muss an dieser Stelle auch mit dem Mythos aufräumen, dass Sie eine große Menge an Fettverbrennungsenzymen enthalten.

Obst ist nicht gleich Obst. Wenn Sie darauf achten, weniger Zucker zu essen, aber trotzdem nicht auf süße Früchte verzichten wollen, sind Beeren eine Top-Alternative. Aber auch die Honigmelone ist unter den zehn zuckerärmsten Früchten. Im Bereich Obst-Kombinationen sind keine Grenzen gesetzt, wenn man hin und wieder auf den Fruchtzuckergehalt achtet und den Zeitpunkt des Vertilgens auf stoffwechselfreundliche Tageszeiten (vor 18.00 Uhr) legt.

Eine weitere sehr erfolgsversprechende Mischung verbirgt sich hinter Bohnen und Chili. Eiweißreiche Bohnen enthalten zusätzlich jede Menge Ballaststoffe, fördern die Verdauung, wirken positiv auf den Cholesterinspiegel und in Kombination mit Chilischoten wird zusätzlich der Stoffwechsel angekurbelt.

Und wie sieht es damit aus, Fisch mal mit Reis anstatt mit Kartoffeln zu servieren? Sushi ist nicht umsonst eine sehr beliebte Kombi-Speise, aber warum ist das so?

Kohlenhydratreiche Lebensmittel werden nach ihrem glykämischen Index eingeteilt, der über die Abbaugeschwindigkeit des Lebensmittels und dem anschließenden Ausmaß des Blutzuckerspiegels Auskunft gibt. Lebensmittel mit einem niedrigen Wert sind zur Gewichtsreduktion am besten geeignet, da diese langsam abgebaut werden und so Heißhungerattacken vermieden werden können.

Betrachtet man mit diesem Hintergrund Reis und Kartoffeln, so ist Naturreis besser zum Abnehmen geeignet als Kartoffeln, da die gesunde Knolle einen höheren Wert aufweist. Der Wert lässt sich jedoch verbessern, wenn man die Kartoffel als Salzkartoffel isst. Anzumerken ist aber immer, dass der glykämische Index nur eine Zahl darstellt.
Wichtig ist immer, dass man sich nicht nur mit dem reinen Kalorienspiel auseinandersetzt, sondern auch mit dem Vitamin- und Mineralienhaushalt und dem Fettgehalt. Für den Kartoffelfall lässt sich festhalten, dass sie fettarm und sehr kalorienarm sind, sofern sie nicht in Form von Pommes Frites oder Chips auf dem Teller landen. Eine gesunde und schmackhafte Alternative kann auch Bulgur, Couscous oder Polenta sein, dem Kombinieren ist keine Grenze gesetzt, auch bei der Zubereitung nicht.

An dieser Stelle noch ein gemüsiger Hinweis: Möhren sollten Sie mit gutem nativem Öl servieren. Warum? Die Aufnahme des fettlöslichen Beta-Carotins (Provitamin A), welches vor allem für den Zellschutz benötigt wird und antioxidativ wirkt, ist schlechter als die von Vitamin A. Es muss etwa sechsmal so viel β-Carotin aufgenommen werden, um dem Körper die gleiche Menge Vitamin A zur Verfügung zu stellen. Um ein Depot mit Beta-Carotin im Körper anzulegen werden Fette als Transportcarrier benötigt. Nur bei Bedarf erfolgt die Umwandlung in Vitamin A. Direkt aufgenommenes Vitamin A hingegen wird im Körper – vorwiegend im Fettgewebe und der Leber – gespeichert. Eine gesunde Alternative zu Möhren stellt unter anderem Feldsalat, Grünkohl, Süßkartoffeln oder Staudensellerie dar.

Kombinieren sie sich gesund und satt!