Mancher scheut bei feuchtem Herbstwetter die Bewegung im Freien. Mit richtiger Vorbereitung wird daraus ein mehrfacher Genuss. Hier sind unsere Tipps zum Pilze sammeln.

Draußen treibt der Wind goldene Blätter vor sich her, während einen drinnen der warme Platz auf dem Sofa magisch anzieht – der Herbst ist ohne Zweifel eine der gemütlichsten Jahreszeiten. Wer unter Gelenkschmerzen leidet, kennt die dritte Jahreszeit aber auch als die Zeit, in der Kälte und Feuchtigkeit den Knochen zu schaffen machen. Sich jetzt nur noch unter der Decke zu verkriechen wäre aber eine denkbar ungünstige Reaktion, die im schlimmsten Fall eine weitere Versteifung der Gelenke fördert. Außerdem bringt man sich um die Chance, einer der schönsten Herbstaktivitäten nachzugehen: Dem Pilze sammeln. Wir haben ein paar Tipps für Pilzsammler allgemein und speziell solche mit Gelenkschmerzen zusammengestellt.

Vorbereitung

Bei einem Ausflug in den Wald ist Kleidung das A und O. Warm, wasserabweisend und winddicht heißen die Schlagworte für die Oberbekleidung. Besonders die schmerzenden Gelenke sollten geschützt werden. Das bedeutet für viele Betroffene auch: Handschuhe. Um das Fingerspitzengefühl zu bewahren und trotzdem die befallenen Gelenke zu schützen, können Handschuhe ohne Fingerkappen die optimale Variante sein. Grundsätzlich ist in Hinsicht auf das Pilzsammeln zu beachten, dass genug Fingerbeweglichkeit bewahrt wird, um ein Messer zu führen, mit dem die Stiele durchtrennt werden. Hier kann sich auch eine Rheumatiker-Schere mit Feder anbieten. Festes Schuhwerk ist unabdingbar auf dem feuchten, rutschigen Waldboden abseits der Wege.

In diesem Zusammenhang ist auch die Orientierung nicht zu vernachlässigen. Wer mit dem Auto anreist und ein transportables Navigationsgerät bzw. eine entsprechenden App besitzt, kann dieses auf die GPS-Koordinaten seines Parkplatzes programmieren und mitnehmen, um im Notfall den Weg zurück zu finden.

Im Wald

Für die Pilze gilt: Nur sammeln, was man kennt. Im Zweifelsfall sollte zuvor oder danach ein pilzkundiger Mensch gefunden und befragt werden und ein Buch zur Identifikation von Pilzen die Sammler begleiten. In einem solchen Fall empfiehlt es sich allerdings dringend, die Beute später ebenfalls von kundigen Sammlern kontrollieren zu lassen. Kein Foto bildet die Realität zu 100% ab, und man will sicher keinen ungenießbaren oder giftigen Pilz in seinem Gericht haben. Die Bücher enthalten auch oft wertvolle Hinweise, um Pilze anhand ihrer Standorte zu identifizieren.

Pilze finden sich an unterschiedlichsten Orten, oft jedoch in der Nähe von Bäumen. Hat man erst mal einen entdeckt, lohnt sich die Suche im Umkreis. Was wir für das Essen sammeln ist nämlich „nur“ der Fruchtkörper des eigentlichen Pilzes, der unterirdisch als Geflecht den Boden durchzieht. Dieses Geflecht, genannt „Myzel“, kann durchaus eine Größe von mehreren Quadratmetern haben. In jedem Fall lohnt es sich, den Platz im Gedächtnis zu behalten, da die Pilze durch das Myzel an den Standort gebunden sind.

Nach dem Sammeln

Pilze sollten im besten Fall am selben Tag verzehrt werden, können aber auch eingefroren werden. So oder so sollte man aber nicht mehr Pilze sammeln, als man essen möchte. Wie alle Pflanzen sind sie ein Teil des umliegenden Ökosystems, in dem sie eine spezielle Aufgabe erfüllen.

Für die Gelenke ist nach dem Tag im Wald ein heißes Bad auf jeden Fall eine Wohltat! Speziell für die Hände gibt es die reduzierte Version: Füllen Sie eine Schüssel mit warmem Wasser und kneten sie darin einen Schwamm oder ein Tuch. Auf diese Weise wird die Durchblutung angeregt.

Ein leckeres Pilzrezept finden Sie hier. Und bitte daran denken, zwischen der Einnahme von Wobenzym plus und der anschließenden Mahlzeit mindestens eine halbe Stunde bis Stunde Zeit zu lassen.

Guten Appetit!