Johann Christoph Adelung definierte schon im Jahr 1798 das Schwitzbad als körpersäftereinigendes heißes Bad, das sowohl gegen grippale Infekte, als auch für die Gesunderhaltung von Muskeln, Gelenken, Atmung und zur Stärkung des Immunsystems angewandt wird.

Heutzutage als Sauna bekannt, erfreut sich das heiße Vergnügen immer größerer Beliebtheit. Saunahütten gibt es mittlerweile in den verschiedensten Ausführungen und für jeglichen Gebrauch. Die traditionelle Holzbauweise in Hüttenform mit integriertem Saunaofen ist sicherlich die am weitesten verbreitete.
Bei einer Raum-Temperatur von 80°C bis 130°C sagt man dem Saunagang fast magische Kräfte nach. Von der muskulösen und psychischen Entspannung bis hin zur körperlichen Erbauung und Anti-Falten-Wirkung ist die Sauna eine der Just-do-it-Anwendungen für die kommenden Monate. Die Sauna bewirkt durch die Erhöhung unserer Körpertemperatur, dass unser Körper denkt, wir haben Fieber, was im Gegeneffekt dazu führt, dass unsere Immunzellen auf Hochtouren arbeiten und für eine gehörige Portion Abwehrkräfte gegen Infekte sorgen und somit der herbstlichen Husten- und Schnupfenzeit keine Chance zum Angriff bietet. Der sogenannte Aufguss – die Krönung des Ganzen- sorgt dabei für einen kurzzeitigen Anstieg der Luftfeuchtigkeit und verstärkt damit das Hitzeerlebnis. Meist ist das Aufgusswasser mit einigen Tropfen ätherischem Öl angereichert und schafft somit angenehme Raumdüfte und Wohlbefinden.

ABER: Ist die Grippe schon ausgebrochen oder der Infekt akut, sollten Sie die Sauna meiden!!!
Im Laufe der Jahre wurde das Schwitzbad den menschlichen Bedürfnissen angepasst und es kamen die unterschiedlichsten Saunavarianten auf den Markt. Die finnische Blockhaussauna, die meist in öffentlichen Bädern zu finden ist gibt’s auch für den Hausgebrauch mit Modellen in Kabinenform, die im heimischen Badezimmer Platz finden.

Wer’s nicht ganz so heiß mag, für den seien die Dampfsaunen zu empfehlen. Hier bewegen sich die Temperaturen zwischen 40°C und 60°C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 50 Prozent sorgt für herz-und kreislaufschonendes Schwitzen.

Nach 8- bis 15-Minuten Saunaaufenthalt folgt eine kurze Abkühlphase an der frischen Luft, bei der die Lunge besonders gut Sauerstoff aufnehmen kann und die Atemwege rascher  abkühlen. Anschließend folgt …nicht nur für den Adrenalinspiegel…ein kaltes Bad oder eine Dusche oder – herrlich im Winter-  eine Runde im Schnee wälzen. Zum Schluss noch warm einpacken und eine 15-minütige Erholungs- und Ruhepause einlegen.

In der Regel wiederholt man die gesamte Prozedur zwei- bis dreimal und wenn möglich, mindestens einmal pro Woche…damit sie auch morgen noch husten- und schnupfenfrei sind.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesundes Schwitzen…und bleiben Sie fit.

Ihre Christine Schaich