Der erste Hindernislauf in meinem Leben.

Baumstämme und Strohballen die man überqueren musste, Container die über Netze oder Holzgerüste bestiegen werden mussten, nur um auf der anderen Seite wieder über Strohballen hinunter zu kraxeln oder zu hüpfen, unter knappen Hindernissen durchrobben die zum Teil mit Strom „veredelt“ wurden oder zwischen Boxsäcken hindurch spurten.

Was wäre ein Hindernislauf ohne Wasser. Natürlich nur die halbe Miete. So „durfte“ man durch Schlammpfützen, Morast und brusthoch durch den See waten sowie eine kurze Schwimmstrecke im erfrischenden Gremminer See absolvieren. Danach war man wenigstens wieder sauber.

Hürdenlauf1

Ort des „Spektakels“ war im Ferropolis, Stadt aus Eisen. Ein Denkmal das aus ehemaligen Baggern und riesigen Maschinen des Braunkohleabbaus besteht. Die perfekte Kulisse für einen Lauf dieser Art. Die Laufstrecke war laut meiner GPS Uhr knapp 22,5 Kilometer lang und in zwei Runden, die mit jeweils 15 verschiedenen Hindernissen gespickt waren, zu durchlaufen.

Am Start waren zirka 2.500 Läufer, viele davon in knallbunten und schrillen Kostümen. Den meisten Teilnehmern geht es bei diesem Lauf um Spaß und gute Laune. Die Hilfe und die Rücksichtnahme für einander an den Hindernissen ist vorbildlich und man merkt, dass alle auf der Strecke das gleiche Ziel haben. Nämlich soviel Spaß als möglich zu haben und auch um sich mal so richtig einzusauen.

Hürdenlauf2

Eine interessante Erfahrung für mich war mit nassen Schuhen zu laufen. Bei Regen kennt man das ja hin und wieder. Aber mit Schuhen zu Schwimmen und danach zu Laufen, das war ein spannendes Gefühl. Denn wenn man auf einmal gefühlt zwei Kilo mehr an den Beinen trägt ist das schon mal was ganz anderes. Doch nach ein paar Metern hat man sich daran gewöhnt, das Wasser verflüchtigt sich und es läuft wieder (fast) normal. Bis zum nächsten Schlammloch.

Kurz vor Ende einer Runde gab es ein Schaumbad zur „Versöhnung“ und nachdem man diese Strohbadewanne durch wabert hatte erwartete einen zum Abschluss noch ein Hindernisparcours durch Boxsäcke und die schon erwähnte Schwimmpartie. Danach war man sauber und durfte erfrischt in die zweite Runde starten oder in das Ziel laufen.

Hürdenlauf3Das Ziel erreichte ich nach 2h 34Min. fast ohne Blessuren und darf ich mich seitdem Strongman nennen.