Bewegung im Wasser bietet viele Vorteile und kann sowohl zu Trainingszwecken als auch im Rahmen einer Reha genutzt werden. Tauchen Sie mit uns in das Thema ein!

Ob es um allgemeine Beweglichkeit, Muskelaufbau, die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems oder um die Linderung von Gelenkschmerzen geht: Je nach Zielsetzung kann man sich verschiedene Aspekte des Wassers gezielt zunutze machen. Vor der Teilnahme an einem Kurs macht es in jedem Fall Sinn, mit der Kursleitung über die persönliche Zielsetzung zu sprechen und dabei auch offen die eigene körperliche Verfassung darzustellen. Viele Schwimmbäder, Fitness- oder Kurzentren bieten beispielsweise auch spezielle „Rheuma-Gruppen“ oder vergleichbare Angebote.

Vorteile des Trainings im Wasser

Wenn das vorrangige Ziel Fitness ist, liegt der Schwerpunkt der Übungen auf der Überwindung des Wasserwiederstandes. Dies kann durch zügige und ausgreifende Bewegungen im Wasser geschehen, beispielsweise indem auf einem feststehenden Fahrrad im Wasser „gefahren“ wird. Weiterhin kommen bei diesen Übungen sogenannte Auftriebskörper, beispielsweise Schaumstoffbretter, zum Einsatz. Je größer der Schwimmkörper ist und je tiefer er durch das Wasser bewegt wird, desto größer werden der Wiederstand und der damit einhergehende Trainingseffekt.

Bei Reha-Maßnahmen oder generell angegriffenen Gelenken wirkt die tragende Kraft des Wassers entlastend. Die Übungen werden tendenziell langsamer und schonender durchgeführt und die Trainer oder medizinischen Bademeister demonstrieren zum Teil unterschiedliche Ausführungsarten einer Übung, damit individuelle Anforderungen der Teilnehmer berücksichtigt werden können.

Das Element Wasser bietet auch gute Möglichkeiten, seine Koordination zu prüfen und zu stärken: Gleichgewichtsübungen wie das Balancieren auf einer Schaumstoffstange können gefahrlos und mit viel Spaß durchgeführt werden.

Das Herz-Kreislaufsystem wird bei allen Arten von Übungen gestärkt. Das Training birgt jedoch „versteckte“ Gefahren: Da die Übungen meist in Gruppen stattfinden, trauen sich manche Teilnehmer nicht, einer anstehenden Überlastung Ausdruck zu verleihen und überfordern sich möglicherweise. Auf diese Weise werden die positiven Effekte des Trainings schnell in Gegenteil verkehrt.

Aquafitness bei Entzündungen?

Bei entzündeten Gelenken muss klar zwischen einer chronischen und einer akuten Entzündung getrennt werden. Bei der akuten Entzündung wäre die Bewegung, gerade in warmem Wasser, ein zusätzlicher Reiz, der die Entzündung anfachen kann. Für chronische Entzündungen hingegen bietet das Training klare Vorteile, da die Gelenke sehr schonend in Bewegung gehalten werden, wodurch einer Versteifung vorgebeugt wird.

Bei Berücksichtigung der eigenen Grenzen bietet das Training im Wasser tolle Möglichkeiten, um Beweglichkeit zu erhalten und Fitness aufzubauen. Hinzu kommt der soziale Aspekt des regelmäßigen gemeinsamen Trainings in der Gruppe. Wer Spaß und Fitness miteinander verbinden will, ist im Wasser voll in seinem Element!