Ihre Fragen zum AquaTraining beantwortet Yara Pastrelli Kamada, Leitung Group Fitness im ELEMENTS Fitness und Wellness.

Warum AquaFitness? Wo liegen die Vorteile gegenüber normaler Gymnastik?

AquaFitness ist ein ganzheitliches und gelenkschonendes Körpertraining im Wasser. Die Bewegungen sind durch den natürlichen Widerstand des Wassers effizient und erhöhen die Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden. Durch abwechslungsreiche Bewegungsabläufe wird die gesamte Fitness verbessert. Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit werden gefördert. Durch vielseitige Übungen in mehreren Schwierigkeitsgraden ist AquaFitness für alle Altersgruppen und Fitnessniveaus geeignet.

Wie läuft so ein Kurs ab? Aus was für Übungen setzt er sich zusammen? Wie lange geht das?

Ein Kurs kann 30 bis 50 Minuten dauern. Zu Beginn gibt es immer eine kurze Aufwärmphase, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und sich auch mental auf die Übungen vorzubereiten. Danach wird direkt losgelegt. Egal ob AquaZUMBA®, AquaPower, AquaAerobic oder DeepWater – im Vordergrund sollte immer der Spaß an der Bewegung stehen. Typischerweise setzen sich die Kurse aus verschiedenen Aerobic Bewegungen wie Jumping Jacks, Schere, Knee Lift oder Leg Curl zusammen. Genauso werden Jogging, Kicken oder Boxen sowie verschiedene schwebende Bewegungen ausgeführt.

Braucht man eine besondere Ausbildung, um AquaFitness anbieten zu können?

Ja, die Trainer müssen eine spezielle Ausbildung für AquaFitness absolvieren. So werden die Kurse unter modernster sportlicher Anleitung und in sicherer Atmosphäre abgehalten.

Wer ist der typische AquaFitness-Teilnehmer, wie sieht die Zielgruppe aus? Gibt es verschiedene Angebote für verschiedene Zielgruppen?

Grundsätzlich ist jeder, der Spaß am Sport hat und gerne im Wasser ist, bei AquaFitness willkommen. Durch den Wasserauftrieb werden die Gelenke entlastet, die Schwerkraft wirkt leicht aufgehoben. Dadurch können auch ältere oder übergewichtige Personen die volle Bandbreite der Bewegung erleben. Auch für Schwangere stellt AquaFitness eine attraktive Alternative zu Yoga oder Pilates dar.

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Braucht man Vorkenntnisse, um an einem AquaFitness-Kurs teilnehmen zu können?

Nein, besondere Vorkenntnisse sind für AquaFitness nicht nötig.

Sollte man sich vor dem AquaTraining aufwärmen?

Da jeder Kurs mit einer Aufwärmphase beginnt, ist eine zusätzliche Erwärmung nicht nötig.

Welche Trainingsarten im Wasser sind besonders empfehlenswert bei Gelenkproblemen – und welche gar nicht?

Prinzipiell lassen sich auch mit Gelenkproblemen alle Übungen durchführen. Je tiefer man im Wasser steht, umso schonender kann trainiert werden. Allerdings wird das Training durch den erhöhten Widerstand des Wassers auch anstrengender.

Welche Schwimmart, also Brust, Rücken, Kraulen, etc., ist am besten für die Gelenke – und welche gar nicht?

Besonders gut eignen sich Rücken- und Kraulschwimmen. Brustschwimmen ist bei Knieproblemen nicht zu empfehlen, da die Scherbewegungen das Knie stärker belasten.

Gibt es bezüglich Dauer und Frequenz des AquaTrainings Empfehlungen?

Je mehr desto besser 🙂

Darf man auch mit entzündeten Gelenken am Training teilnehmen?

Nein, bei entzündeten Gelenken sollte auf keinen Fall im Wasser trainiert werden. Ansonsten gilt bei AquaFitness wie bei allen anderen Sportarten auch: Im Zweifelsfall von einem Arzt abklären lassen, ob das Training geeignet ist.

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Wie ist es mit der Entspannungsphase danach? Wie verhält man sich da am besten?

Da der Körper durch die Wassertemperatur sehr schnell abkühlt, wird die Entspannungsphase bei AquaFitness relativ kurz gehalten beziehungsweise an die Wassertemperatur angepasst.

Und wenn das Training Muskelkater zur Folge hat – was empfehlen Sie?

Nach AquaTraining bekommt man in der Regel keinen Muskelkater.

Was für Erfahrungen haben Sie gemacht, wenn Sie Teilnehmer mit Gelenkbeschwerden in den Kursen hatten?

Da AquaFitness besonders bei Gelenkproblemen empfohlen werden kann, kam es auch in meinen Kursen bislang zu keinen Komplikationen. Die Teilnehmer können vielmehr Bewegungen zulassen, die unter normalen Schwerkraft-Verhältnissen, wie sie außerhalb des Wassers herrschen, nicht mehr möglich sind. Grundsätzlich sollte man das Training bei auftretenden Schmerzen beenden, um eventuelle Folgebeschwerden zu vermeiden.